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Dali Bai-Volksgruppe Fackelfest (jährlich am 25. Tag des 6. Mondmonats)

Dali Bai-Volksgruppe Fackelfest (jährlich am 25. Tag des 6. Mondmonats)

Kartenstandort:

Entfernung von der antiken Stadt: In verschiedenen Orten im Bezirk Dali

Bestätigung der Urlaubsinformationen:

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Die Autorin dieses Beitrags ist Qiqi, herzlichen Dank für ihre umfassenden Aufzeichnungen – ich habe sie direkt zitiert.

Das Feuerfest ist eines der wichtigsten traditionellen Feste der Bai und findet jedes Jahr am 25. Tag des sechsten Mondmonats statt. Das Feuerfest stammt aus dem Feuerkult und wurde früher auch „Neues Feuer-Fest“ genannt. In den Volkserzählungen von Dali geht das Feuerfest auf die Geschichte „Das Abbrennen des Songming-Turms“ zurück und wurde zu Ehren der treuen Bai Jie-Frau ins Leben gerufen. Das Färben der Fingernägel mit Balsam in der Zeit vor dem Feuerfest steht ebenfalls mit Bai Jie in Verbindung. Neben dem Feuerfest wird auch das „Shuahaifest“ am achten Tag des achten Mondmonats in den Regionen Dengchuan und Xizhou gefeiert, dessen Ursprung ebenfalls mit dem Opfergang von Bai Jie im Meer in Verbindung gebracht wird.

Die wichtigste Tradition des Feuerfests ist das Anfertigen riesiger Feuerfackeln – dies ist in jedem Dorf der wichtigste Brauch, und jedes Jahr dürfen nur erfahrene Meister die Fackeln bauen. Trockenes Kiefernholz und Kienholz werden zu bis zu zwanzig Meter hohen, manchmal noch größeren Fackeln gebunden, die auf dem Dorfplatz oder an einem zentralen Ort aufgestellt werden. Die Männer sind meist für das Binden zuständig, die Frauen bringen Weihrauch dar und beten für Glück.

Am oberen Ende der Feuerfackel befindet sich der handgefertigte „Shengdou“ aus Bambus und Papier, das zentrale Dekor der Fackel, das für eine reiche Ernte, Wohlstand, Frieden und gutes Wetter steht. An den Rändern des Shengdou und an der Fackel werden oft handgemachte Papierfähnchen, Früchte und andere Dekorationen angebracht. Besonders ist die „Feuerfackel-Birne“ – eine Birne, die zur Festzeit reift und sonnenverwöhnt mit roten Flecken daherkommt, was für reiche Ernte steht. Sobald die Fackel brennt und der Shengdou herunterfällt, versuchen die Dorfbewohner ihn zu ergattern – es heißt, dem Gewinner ist das Glück hold.

Das Handwerk des Shengdou-Baus ist eine regionale Papierkunst, die Bedeutung variiert je nach Anzahl der Schichten und Dekoration. Oft wird am unteren Rand eine Lotusplattform angebracht, aber stets mit positiven Bedeutungen. Es heißt, dass das größte Shengdou in Zhoucheng von hunderten Menschen gemeinsam gefertigt wird. Die Handelsgeschichte der Region Xizhou schlägt sich in den Schriftzügen auf dem Shengdou nieder, oft mit Wünschen für Wohlstand und Geldsegen.

Zum Drachenbootfest binden die Menschen in Dali bunte Schnüre um die Handgelenke, um sich vor Unheil zu schützen; zum Feuerfest werden diese Schnüre ins Feuer geworfen – das Feuer steht für Reinigung und Neuanfang. Durch das Verbrennen der Schnüre in der Feuerfackel sollen Unglück und Pech des Vorjahres vollständig verschwinden.

Das Werfen von Kiefernharzpulver ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Festes – aus Sicherheitsgründen meist direkt ins Feuer geworfen oder bei gesenkter Fackel. Die plötzlich auflodernden Flammen stehen für das Vertreiben von bösen Geistern und für Licht und Glück. Das von den Flammen erhellte Land soll Krankheit und Unglück fernhalten. In manchen Dörfern werden die alten Bräuche gepflegt, nachts mit Fackeln um die Reisfelder zu ziehen und Kiefernharz zu werfen – so sollen Schädlinge verbrannt und eine reiche Ernte gesichert werden.

In der Umgebung von Dali feiern sowohl Bai als auch Yi das Feuerfest, nur in Fengyangyi wird kein Feuer entfacht. Der Legende nach wurde beim Feuerfest der Phönix aus dem Dorf vertrieben. Seitdem gibt es in Fengyangyi zwar kein Feuer, aber dennoch ein lebhaftes Fest. Auf der Tee-Pferde-Straße gibt es Pferderennen; die Hufe klappern auf dem glatten Steinpflaster wie fröhliche Melodien. Auf dem kleinen Dorfplatz wird eine Bühne aufgebaut, es gibt Bai-Volkslieder, Dabenqu und den Dreisaitenklang.

Der absolute Höhepunkt ist das „Nudeln schnappen“ – wer sich eine Schüssel Nudeln beim Feuerfest in Fengyangyi ergattert, bekommt Nachschlag, so viel er will. Einmal war ich für das Nudeln schnappen zuständig – dank meiner Größe und Statur kam ich unter Hunderten erfolgreich durch. Wer mit Feuer vorsichtig ist, aber trotzdem das Fest erleben will, dem empfehle ich Fengyangyi sehr.

🔥 Reisetipps zum Feuerfest:
Altstadt Dali Sanyue-Straße: Am nächsten zur Altstadt, meist werden die Fackeln nach Einbruch der Dunkelheit entzündet, und es versammeln sich Menschen vom Cangshan-Tor bis zum zentralen Sanyue-Straßenplatz – die große Fackel steht schon bereit; Nachtmarkt und Lagerfeuer-Tanz machen die Nacht lebendig;

Zhoucheng: Das ursprünglichste Bai-Feuerfest in Dalis Umgebung – die Fackeln in Zhoucheng sind jedes Jahr die größten der Region!

Xihu in Eryuan: Das Feuerfest auf dem Wasser ist besonders – mit Fackeln nachts über den See, das Feuer spiegelt sich im Wasser mit den Sternen, einfach wunderschön.

🔥 Einkaufstipps zum Feuerfest:
Kombiniere große und kleine Fackeln, Shengdou und Papierfähnchen sind ein Muss, andere Deko wie Früchte, Kieferzweige usw. nach eigenem Geschmack;

Eine Tüte Kiefernharzpulver reicht für viele Würfe, bitte nicht zu viel verwenden und auf Sicherheit achten;
Kienholz zum Entzünden kann man auch kaufen, ein paar Stücke in die Fackel stecken erleichtert das Anzünden.

🔥 Sicherheitshinweise zum Feuerfest:
Kiefernharzpulver nicht ins Gesicht, auf Haare oder Körper werfen – sehr gefährlich. Die Fackel am besten unterhalb des Knies halten und nach unten werfen; dabei auch nicht zu viel, eine kleine Menge reicht. Sicherheit geht vor, für ein fröhliches Fest.

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Bunong: Die andere Seite des Feuerfests | Wichtige Sicherheitstipps

 20. Juli 2025

Wegen Sicherheitsfragen, da es beim Feuerfest 2025 mehrere Brandverletzungen gab, hat unsere Freundin und Einheimische Bunong einen Text mit Hinweisen und Tipps verfasst:

„Jason, hast du den Unfall mit der Verbrennung beim Feuerfest gestern gesehen? Ich habe einen kleinen Sicherheitshinweis geschrieben und auf Xiaohongshu gepostet. Aber meine Reichweite ist begrenzt – vielleicht kannst du das ja auch an Dali-Reisende weitergeben. Das diesjährige Fest ist zwar vorbei, aber ich denke, wenn niemand die Gründe kennt und es immer wilder wird, wird es später noch gefährlicher. Einfach die Gedanken einer alten Tante – danke dir.“

„Früher war das für uns in Dali einfach ein Fest, hauptsächlich für die Jugend, und deshalb hat wohl niemand jemals ernsthaft Tipps dazu aufgeschrieben. Nur wir Einheimischen – die Schwestern und Brüder geben sich vor dem Ausgehen gegenseitig Tipps und achten auf Schutz. Aber es gibt keine richtige Zusammenstellung. Ich hoffe, es hilft, die Gäste zu schützen, damit es keine Missverständnisse gibt – alle wollen das Erlebnis genießen, keiner möchte verletzt werden, es soll fröhlich und sicher sein. Aber manchmal denke ich, weil viele Touristen nur einmal kommen, wird es besonders wild und schwer zu kontrollieren.“

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Als jemand, der in Dali aufgewachsen ist, rate ich besonders weiblichen Reisenden:


1. Die Fackeln bestehen aus harzreichem Kiefernholz, das Pulver ist Kiefernharz – angeblich mischen einige auch Taubenkot bei, aber die Asche ist nicht giftig. Anders als beim „Mo-ni-hei“-Fest: Dort kommt keine heiße Asche zum Einsatz! In meinen 18 Jahren in Dali hat niemand sich je Asche ins Gesicht oder auf die Haut geschmiert!


2. Frauen, besonders hübsche Mädchen, zieht euch bitte nicht zu freizügig für Instagram-Bilder an! Keine Schmuckstücke oder Sonnenbrillen tragen – Verletzungsgefahr! Keine Kunstfasern, keine Sandalen, am besten Baumwolle, Canvas, Jeansstoff, Arbeitskleidung, langärmlig und lange Hose, langärmlig und lange Hose, langärmlig und lange Hose! Stoffschuhe oder robuste Lederschuhe, keine Strumpfhosen. Haare zusammenbinden, am besten Kapuze über den Kopf und dann ins Fest.


3. Kiefernharzpulver lodert schon bei ganz wenig stark auf, und beim Durchlaufen der Flamme bleiben größere Stücke oft als heiße Tropfen zurück – darum Punkt 2 unbedingt beachten.


4. Mit Kiefernharzpulver spielt man normalerweise so: Mit einer Hand eine kleine Portion auf die Füße werfen. In den letzten Jahren wird es immer wilder, viele Touristen sind im Adrenalinrausch und riskieren zu viel. Springt nicht ins Feuer! Wenn ihr seht, dass jemand mit beiden Händen große Mengen ins Feuer wirft, bleibt stehen oder geht zurück. Die Stimmung wird immer ausgelassener, je mehr Leute anfeuern, desto besser Abstand nehmen – mindestens fünf Meter!


4. Übrigens gibt es wie überall auf der Welt auch unangenehme Menschen – Frauen sollten ins Zentrum gehen, am sichersten ist eine Gruppe ab vier Personen mit mindestens einem Mann, kauft euch kleine Fackeln und bleibt eher am Rand. Probiert zuerst die Menge des Pulvers aus, sprecht euch ab und gebt gemeinsam das Zeichen zum Werfen.


Im Zentrum warten höfliche Menschen, bis ihr fragt, bevor sie werfen. Hübsche Frauen werden aber oft verfolgt und beworfen – das ist als Segen oder als Ausdruck von Zuneigung gemeint. Keine Angst, mit der richtigen Kleidung, dreht euch beim Werfen einfach weg und springt fröhlich mit – so macht es Spaß und das Verletzungsrisiko ist gering. Pulver ins Gesicht oder auf den Körper zu werfen ist unhöflich und gefährlich – sofort wegdrehen oder seitlich ausweichen.


5. Bei Verbrennungen sofort mit fließendem Wasser mindestens 15 Minuten kühlen, wenn Harz sich aufgelöst und an Kunstfasern klebt, nicht abreißen! Nach dem Kühlen mit sauberem Verband abdecken und ins Krankenhaus gehen.


6. Der Drang nach Nervenkitzel ist menschlich und Spaß gehört dazu – aber erst die Gefahr und die Regeln kennen, dann wird das Fest wirklich schön!

Die alte Tante liegt im Krankenbett, redet mit schiefem Kopf und einer Hand – habt ihr Fragen, fragt ruhig, ich beantworte alles Stück für Stück. Ich hoffe, dieser Text wird jedes Jahr vor dem Feuerfest wieder ausgegraben und allen gezeigt – damit es weniger unnötige Verletzungen gibt und mehr Freude.

 

 

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